Was ist Aikido?
Aikido ist eine aus Japan stammende friedvolle BUDO-Disziplin
Grundlage sind effektive Verteidigungstechniken, die der japanische Großmeister Morihei Ueshiba als Synthese traditioneller Kampfkünste entwickelt hat.
Aikido ist eine moderne Selbstverteidigung
Im Aikido setzt man der Kraft des Angreifers keinen direkten Widerstand entgegen. Durch geschicktes Ausweichen und Nachgeben wird er mit seiner eigenen Kraft aus dem Gleichgewicht gebracht. Wirkungsvolle Wurf- und Hebeltechniken setzen den Angreifer außer Gefecht, ohne ihn zu verletzen. Somit wird dem Angreifer die Chance gegeben, Einsicht zu erlangen.
»Das ist, was ich wahres Budo nenne!«
Jigoro Kano, der Begründer des Judo, bei einer Vorführung Ueshibas 1930
Die Silben AI, KI und DO bedeuten: Weg des harmonischen Geistes
AI ist die Harmonie und Liebe zu den Menschen und der Natur, ebenso die Ausgewogenheit zwischen Geist und Körper.
KI steht für die geistige Kraft, die Harmonie zwischen Geist und Körper voraussetzt.
Do ist der Weg, diese Prinzipien unbewußt durch beständiges Training zu erlernen, um sie dann auf alle Bereiche des Lebens anzuwenden.
Der Begründer
Morihei Ueshiba wurde am 14. Dezember 1883 in Tanabe, einem kleinen Fischerdorf in der Nähe von Osaka, Japan, geboren.
Sein Vater Yoroku Ueshiba stammte aus einer alten Samuraifamilie. Er ließ ihn sumo und schwimmen lehren. Mit 19 Jahren entdeckte Morihei sein Interesse an Kampfsportarten und trainierte im Kito-ryu Dojo Jiu-Jitsu.
Im Jahre 1903 trat er in die japanische Armee ein und erwarb sich im russisch/ japanischen Krieg 1904–1905 große Verdienste. Er folgte 1910 dem Aufruf der Regierung und ging nach Hokkaido. Dort traf er Takeda Sokaku, Großmeister des Daito-ryu-Aiki-jutsu, bei dem er bis 1918 trainierte.
Auf der Heimreise zu seinem todkranken Vater lernte er den Begründer der Omotokyo-Sekte Wanisaburo Deguchi kennen. Er wurde von dessen pazifistischer Bewegung sehr stark inspiriert. Hier entdeckte er vermutlich auch die Philosophie des Aikido: Das Kämpfen des Nichtkämpfens.
1927 zog Ueshiba nach Tokio, wo er sich ein Dojo einrichtete. Bis an sein Lebensende verbesserte Morihei Ueshiba noch seine Techniken, trainierte genauso hart wie in jungen Jahren und vervollkommnete seine Philosophie.
Er verstarb am 26. April 1969 im Alter von 86 Jahren nahe seines geliebten Dojos.
