Aikido und Selbstverteidigung

selbstverteidigung

Aikido ist eine friedvolle Budo-Disziplin und wird tendenziell eher zu den »sanften Künsten« gezählt, eine Wahrnehmung, die auf der Abwesenheit von Tritten und dem fast vollständigen Verzicht auf Stöße und Schläge beruht.

»Aikido bedeutet,
den Gegner so zu führen, dass er freiwillig seine
feindselige Einstellung aufgibt.« Morihai Ueshiba

Dem Angriff selbst soll wirksam begegnet werden, nicht der angreifenden Person. Das ist ein zentraler Aspekt in der Philosophie des Aikido.

Zuschauer einer Aikido-Demonstration erwarten, dass beim Aufeinanderprallen zweier Kräfte die schwächere unterliegt. Aikido hingegen zeigt keine äußeren Anzeichen von Kraft, Anstrengung, Kampf. Die Akido-typischen Bewegungsmuster sehen leicht und unverkrampft aus – wie ein Spiel. Folglich könne es nicht »echt« sein und nicht funktionieren. Das jedoch ist ein Trugschluss!

Aikido eignet sich hervorragend zur Selbstverteidigung, ohne dabei jedoch der Gewalt mit neuer Gewalt zu begegnen. Vielmehr wird dem Gegenüber die Sinnlosigkeit seines aggressiven Verhaltens vor Augen geführt. Aikido, seine Techniken und Gedanken, begreift man nicht innerhalb weniger Übungsstunden. Aikido erfordert viel Zeit und Geduld bis man das Gespühr für sein Gegenüber entwickelt hat und die Technik »funktioniert«.

»Aikido funktioniert. Dein Aikido funktioniert nicht.
Verwechsele dies nicht.« H. Ikeda, Aikido-Meister